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b.09
Ein Deutsches Requiem / Martin Schläpfer
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Duration b.09: about 1 ¼ hours, no interval
Ein Deutsches Requiem
Martin Schläpfer
Wie aus einer anderen Welt dringt eine dunkel-glühende Stimme an unser Ohr, in ihrer brennenden Zuversicht voller Hoffnung und doch eingetrübt mit Dissonanzen, als wären es Stiche mitten hinein ins Herz: „Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden“. Von Johannes Brahms’ „Deutschem Requiem“ zeigte sich bereits Clara Schumann überwältigt: „Es ist ein ganz gewaltiges Stück, ergreift den ganzen Menschen in einer Weise wie wenig anderes. Der tiefe Ernst, vereint mit allem Zauber der Poesie, wirkt wunderbar, erschütternd und besänftigend.“ Über alle Grenzen von Religionen, Konfessionen und Nationen hinweg wollte Brahms sich mit seiner Komposition erheben, in deren Titel er – wie er selbst bekannte – „recht gern auch das ‚deutsch‘ fortließe und einfach den ‚Menschen‘ setzte“.Als Martin Schläpfer für die Premiere b.09 eine Uraufführung auf Brahms’ Komposition ankündigte, konnte noch niemand wirklich ahnen, wie sehr sich das Werk in den Händen des Ballett am Rhein-Direktors als Basis für ein abendfüllendes Tanzstück eignete. Heute belegen nicht nur der Erfolg bei Publikum und Presse, sondern auch eine aufwändige ZDF-Fernsehproduktion für den Sender 3sat sowie die Auszeichnung mit dem wichtigsten deutschen Theaterpreis DER FAUST 2012 die Bedeutung dieser Kreation, die alle Ensembles der Deutschen Oper am Rhein vereint. „Mit großem Einfühlungsvermögen spürt Schläpfer hinter dem hintergründig ernsten Ton der Musik Hoffnungsschimmer des Lebens auf. Und das alles in Einklang mit der von Axel Kober nicht minder sensibel dirigierten Musik. Ein in jeder Hinsicht beglückender Abend der Deutschen Oper am Rhein“, schrieb Pedro Obiera in der Neuen Rhein Zeitung – und Sylvia Staude schwärmte in der Frankfurter Rundschau: „Eine spektakuläre Premiere“.
Chor und Solisten thronen in Florian Ettis Bühnenbild wie ein himmlisches Gericht über dem Geschehen und erinnern zugleich an den Chor der griechischen Tragödie – mahnend, kommentierend, anrufend. Mit dem Tanz, jener körperlichsten und doch flüchtigsten der Bühnenkünste, begibt sich Martin Schläpfer hinein in ein eindringliches Suchen und Forschen nach den letzten Fragen des Menschseins – wissend, dass es eine Beantwortung nicht geben kann, und dringt dabei in jene Risse und Klüfte des Lebens vor, die über das Gegebene weit hinausweisen – und mehr: Er „gewinnt die Kraft“ – wie Dorion Weickmann in der Süddeutschen Zeitung schrieb –, „das ‚Requiem‘ tänzerisch so zu (er-)lösen, wie Brahms es für seine Tonsetzung beabsichtigt hat: als tröstliche Schöpfungsliturgie jenseits der Klage, die den Dämon des Todes weder beweihräuchert noch verdammt, sondern ihm ins Antlitz blickt und aus dem Akt seiner Einverleibung das Leben selbst gewinnt“.
„Erlebte Oper … erlebter Tanz“
Unsere Opern-, bzw. Ballettscouts haben die Premiere von "b.09" besucht. Diese ganz persönlichen Eindrücke gibt es zum nachlesen unter opernscouts-operamrhein.com
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EIN DEUTSCHES REQUIEM
Martin Schläpfer
MUSIK
„Ein Deutsches Requiem“ nach Worten der Heiligen Schrift für Sopran, Bariton, vierstimmigen Chor und Orchester op. 45 von Johannes Brahms
Choreographie Martin Schläpfer
Musikalische Leitung Axel Kober
Bühne Florian Etti
Kostüme Catherine Voeffray
Licht Volker Weinhart
Chorleitung Gerhard Michalski
Sopran Sylvia Hamvasi
Bariton Laimonas Pautienius
Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Orchester Duisburger Philharmoniker
Tänzerinnen Sachika Abe, Ann-Kathrin Adam, Camille Andriot, Marlúcia do Amaral, Aisha L. Arechaga, Doris Becker, Wun Sze Chan, Mariana Dias, Feline van Dijken, Cristina Garcia Fonseca, Christine Jaroszewski, Yuko Kato, So-Yeon Kim, Anne Marchand, Nicole Morel, Carly Morgan, Louisa Rachedi, Claudine Schoch, Virginia Segarra Vidal, Julie Thirault, Anna Tsybina, Irene Vaqueiro
Tänzer Christian Bloßfeld, Andriy Boyetskyy, Paul Calderone, Jackson Carroll, Martin Chaix, Florent Cheymol, Helge Freiberg, Philip Handschin, Antoine Jully, Marquet K. Lee, Sonny Locsin, Marcos Menha, Bruno Narnhammer, Bogdan Nicula, Chidozie Nzerem, Sascha Pieper, Boris Randzio, Martin Schirbel, Alexandre Simões, Remus Sucheana, Pontus Sundset, Maksat Sydykov















